Archiv der Kategorie: Wissensdatenbank

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Schneider / Amstrad CPC 3 Zoll Laufwerke am PC

Um Disketten für Schneider CPC und PCW direkt direkt am PC erstellen zu können, braucht es ein 3 Zoll Laufwerk. Es handelt sich um ein einseitiges CF-2 Laufwerk mit 180 KB, dieses ist als Laufwerk B: im PC verbaut. Die größte Herausforderung ist das richtige Mapping der Pins. Mit den Anleitungen im Internet konnte das Laufwerk zunächst nur als einzelnes Laufwerk verwendet werden. Das normale 3.5″ FDD war nicht mehr nutzbar. Das 3″ Laufwerk besitzt nämlich keine Jumper zur FD0/FD1 Auswahl und lässt sich sowohl als A: alsauch als B: ansprechen. Nach einiger Tüftelei war ich dann mit folgender Schaltung erfolgreich:

PC Pin 3″ Pin
1-6 n.c.
7-8 (Index) 1-2 (Index)
9-10 (Motor A) n.c.
n.c. 5-6
11-12 (Drive Select B) 7-8 (Motor on?)
13-14 (Drive Select A) n.c.
15-16 (Motor Enable B) 3-4 (Drive Select 0?)
17-34 9-26

Alle Angaben ohne Gewähr!

Datenaustausch mit dem Epson HX-20 unter Windows

Für den Epson HX-20 Informationen im Netz zu bekommen ist schon eine kleine Herausforderung. Vor allem wenn etwas nicht funktioniert.

Dieser Beitrag widmet sich dem Datenaustausch in erster Linie über die serielle Verbindung mit dem PC und dem Epson HX-20. Hierzu gibt es bereits einen guten Leitfaden von Homecomputerguy.

Allerdings möchte ich hier auf die Besonderheiten bei dem Datenaustausch unter Windows eingehen.

Technische Vorraussetzung

Der Epson HX-20 hat eine RS-232 Schnittstelle in Form einer 8-poligen DIN Buchse.

CC BY-SA 3.0 – Galapagos999 Wikipedia.org

Der PC hat in der Regel (auch die USB Adapter) einen Standard 9-pol RS232 Stecker.

CC BY-SA 3.0 – Wikipedia.org

Am einfachsten ist es sich ein dreipoliges Kabel anzufertigen. Es gibt dann zwar keine Datenflusskontrolle und damit nur eine sichere Verbindung mit einer Geschwindigkeit um die 300bps. Da die Programme in der Regel alle relativ klein sind, reicht es für die meisten Anwedungsfälle.

Einfach die entsprechenden Pins miteinander verbinden.

HX-20 <-> PC Serielles Kabel

Einstellungen am HX-20

Die Serielle Schnittstelle am HX-20 ist COM 0 (Null). Der Befehl, um Daten über die RS-232C Verbindung zu empfangen wird im BASIC Modus eingegeben und sieht wie folgt aus:

LOAD“COM0:(BLPSC)“

B definiert die Geschwindigkeit:
0 – 110bps
1 – 150bps
2 – 300bps
3 – 600bps
4 – 1200bps
5 – 2400bps
6 – 4800bps

Für das dreipolige Kabel ist die Einstellung 300dps ideal.

L is die Anzahl der Bigs, 7 oder 8
P bestimmt die Parität: N (keine), E (gerade) und O (ungerade)
S setzt das Stop Bit, 1 oder 2
C ist sehr technisch und hilft den Datenfluss zu steuern. Bei unserem Kabel ist der zu setzend Wert F, um die Flusskontrolle zu deaktivieren.

Die klassische und häufigste Parametrisierung des Befehls lautet dann:

LOAD“COM0:(28N1F)“

Eine Verbindung mit 300bps, 8-bits, keiner Parität, 1 Stop Bit und keiner Flusskontrolle.

Danach befindet sich der HX-20 im Empfangsmodus

HX-20 im Empfangsmodus – Serielle Verbindung

Datentransfer von einem Windows PC aus

Normalerweise habe ich Hyperterminal oder TeraTerm genutzt, um Daten mit alten Rechnern auszutauschen.

Diese Einstellungen habe ich bei TeraTerm dann eingestellt:

TeraTerm – Serielle Parameter

und das lokale Echo eingeschaltet, um zu sehen was über die Verbindung geschickt wurde.

TeraTeram – Aktiviertes lokales Echo

Da der HX-20 kein Transferprotokoll unterstützt, habe ich die Datei mit dem einfachen Filetransfer von TeraTerm verschickt.

TeraTerm – Send File

Es hat etwas gedauert bis ich diese Option gesehen habe, habe meist im Transfer Dialog gesucht. Mit Send File wird die Datei dann ohne irgendein Protokoll plain übertragen.

Datei ausgewählt und los geschickt. Die Datei war nach 3 Sekunden übertragen und wurde schön auf dem Terminal mittels local Echo ausgegeben.

Auf dem HX-20 habe ich dann die Verbindung mit Break unterbrochen und mir das Programm im Speicher angesehen.

Mmmh, nur die ersten 3-4 Zeilen des Programmes waren im Speicher.

Habe das nun einige Male wieder holt und immer mit dem gleichen Ergebnis.

Ich konnte mir das nicht erklären. Programm wurde als übertragen gemeldet, aber dennoch ist nur ein Teil des Programms auf dem HX-20 angekommen.

Danach habe ich ein anderer Terminal Programm mit dem Namen YAT speziell für Debugging und Testing auf der seriellen Schnittstelle heruntergeladen.

YAT – Terminal Session Einstellungen

Dort als Terminal Type Text aufgewählt und die übrigen Parameter dem des HX-20 angepasst.

Wichtig ist hier, dass wir nun explizit das Encoding der Textdatei angeben müssen. Es wird standardmäßig UTF-8 angenommen, meine Basicprogramm sind aber Windows-1520.

Dafür gehen wir unter Terminal -> Settings

YAT – Terminal Einstellungen

Dort den Punkt Texteinstellungen auswählen.

YAT – Terminal Text Einstellungen

Hier das Encoding der Datei auswählen. In meinem Fall Windows 1250.

YAT – Terminal Text Encoding

Danach die Datei unten im Dialog auswählen und verschicken.

YAT – Dateiauswahl

Siehe da die Zeichen tauen im Terminal von YAT sehr viel langsamer auf als bei TeraTerm. Es dauert fast 53 Sekunden bis alle 700 Zeilen des Basic Programms angezeigt wurden.

Danach habe ich am HX-20 mit BREAK den Datentransfer unterbrochen und den Speicherinhalt geprüft.

Siehe da, dass gesamte Programm ist im Speicher des HX-20 und lässt sich ausführen.

Jetzt dämmert es mir. Ich vermute, dass TeraTerm und Hyperterminal nicht wie von mir vermutet mittels Local Echo die Zeichen anzeigen die aktuell übertragen werden, sondern aufgrund der mangelnden Flusskontrolle einfach alles direkt angezeigt haben.

Anders als YAT. Hier scheint es, dass hier dargestellt wird was gerade genau über die Leitung geschickt wird.

Ein Test mit TeraTerm bestätigt dies. Ich habe erneut die Datei mit TeraTerm verschickt und jetzt gut eine Minute gewartet bis ich die Verbindung mittels BREAK am HX-20 unterbrochen habe.

Auch hier war danach das gesamte Basisprogramm im Speicher.

Nach dieser Erfahrung ist YAT zum Tool meiner Wahl geworden, wenn um den Dateitransfer über die serielle Schnittstelle geht.

DOS und Sound – Grundlagen der Soundkarten Konfiguration

Hintergrund

Mit Adlib kam 1987 die erste klangvolle Soundkarte für den PC auf dem Markt. Die Karte nutzte  einen OPL2 Chip von Yamaha um Musik zu synthetisieren. Soundeffekte waren noch nicht möglich.

Musiksynthese:
Es wird mit Software ein Chip/eine Hardware angesprochen, der/die sich um die Klangerzeugung kümmert. Im Gegensatz zu einer gespeicherten Musikdatei müssen nur die Noten gespeichert werden, was einen enormen Speicherplatzvorteil bot.

Die erste Soundkarte von Creative Labs kam 1989 auf den Markt. Sie war voll kompatibel zur Adlibkarte, nutzte sie doch den gleichen Chip für die Musikgenerierung. Diese Karte konnte erstmals digitale Samples abspielen. Digitale Samples sind vorab aufgenommene Sprach-/Effektdateien.

Damit war die Soundkarte in der Lage, neben toller Musik auch Effekte wie Laserschüsse und gesprochene Worte wiedergeben. Der Siegeszug begann.

Danach folgten zahllose Clones, Alternativen und Modernisierungen. Hier eine Übersicht der Entwicklungen bei den Soundblastern von Creative.

Aber im Wesentlichen sind die Grundzüge für die Nutzung einer Soundkarte unter DOS identisch geblieben. Daher sind die meisten DOS Soundkarten zu Adlib und/oder Soundblaster kompatibel. Im Folgenden werden nur diese Soundkarten beleuchtet.

Technischer Hintergrund

Unter DOS ist es in der Regel so, dass sich die Programme und Spiele selbst um die Ansteuerung der Soundkarte kümmern müssen. Es gibt keine einheitliche Schnittstelle.

Wenn eine Software eine Soundkarte ansprechen will, liest sie die BLASTER Variable aus, die mit dem Booten des DOS Betriebssystems in der Regel in der autoexec.bat gesetzt wurde. Diese Variable kann aber auch über die DOS Eingabe manuell gesetzt und auch verändert werden.

Für die Musikerzeugung nach Adlib muss nichts gesetzt werden. Die Karte wird über den Port 388 angesprochen. Daher gibt es weder auf einer Adlibkarte noch unter DOS etwas zu konfigurieren.

Somit muss die Blastervariable nur für den digitalen Sound gesetzt werden. Sollte die Soundkarte nicht zu Adlib kompatibel sein, natürlich auch für die Musikerzeugung.

Die Konfiguration

Die Blastervariable sieht im Grunde so aus:

BLASTER=Axxx Iy Dz Hv Pwww Euuu Tq

  • xxx – steht für den Port (I/O port), normalerweise 220 oder 240
  • y – ist der Interrupt (IRQ), normalerweise  5 oder 7
  • z – steht für DMA 8bit-Sound, normalerweise 1 oder 3
  • v – steht für DMA 16bit-Sound, normalerweise 5 oder 7
  • www – steht für den externen MPU-401 / Wavetable Anschluss, oft 330 oder 300
  • uuu – ist der EMU8000 chipsatz bei neueren Soundblasterkarten wie die SB32/AWE32/AWE64, in der Regel 620
  • q definiert noch den Typ der Soundkarte
    •             1 – Sound Blaster 1.x (8 bit mono, 22 kHz) oder kompatible
    •             2 – Sound Blaster Pro (8 bit stereo, 22 kHz) oder kompatible
    •             3 – Sound Blaster 2.x (8 bit mono, 44.1 kHz)  oder kompatible
    •             4 – Sound Blaster Pro 2
    •             5 – Sound Blaster Pro MCA
    •             6 – Sound Blaster 16, also SB 32, AWE32/64, ViBRA.
    •             10 – Sound Blaster MCA

Wichtig sind die ersten 3-4 Parameter. So sieht ein oft genutzte Eintrag in der autoexec.bat bspw. so aus:

BLASTER=A220 I7 D1
Damit ist die Soundkarte unter dem Port 220 mit dem IRQ 7 und DMA 1 erreichbar.

Es gibt aber auch eine Reihe, vor allem modernerer DOS Spiele, welche die Parameter auch ohne die BLASTER Variable ermitteln können. Das ist hilfreich, wenn nicht klar ist, ob die Karte richtig läuft oder wie die Jumper gesetzt wurden.

Jumper

Die ersten Soundkarten wurden über Jumper konfiguriert. Du hast eine Soundkarte, die über Jumper eingestellt werden muss und brauchst weitere Details? Diese kannst du für sehr viele Soundkarte in diesem Verzeichnis finden.

Das ist relativ einfach- die Werte notieren und in der BLASTER Variablen einstellen.

Plug & Play (PnP)

Nach der Einführung von Plug & Play (PnP) sollte sich das BIOS und Betriebssystem automatisch um die Ressoucenzuweisung kümmern und damit die Jumper auf einer Karte, nicht nur Soundkarten, reduzieren und komplett obsolet machen.

In diesem Zuge kamen dann auch die ersten Soundkarten ohne Jumper und mit Treibern auf Disketten auf dem Markt.

Wie eingangs erwähnt, braucht man unter DOS keine Treiber, da die Software und Spiele diese fast immer selbst mitbringen. Im Grunde macht daher der Treiber einer PnP Soundkarte unter DOS nichts anderes als die Karte zu initialisieren.

Vereinfacht ausgedrückt setzt die Software beim Start des Betriebssystems virtuelle Jumper.

Damit ist es nun möglich die Parameter der Soundkarte durch Software zu verändern und die Karte muss nicht mehr aus dem PC geholt werden, um die Parameter per Jumper zu verändern oder was häufiger der Fall war, zu prüfen wie die Parameter gesetzt sind.

Treiber

Oft ist es nun so, dass in unserem Retrorechner eine Soundkarte werkelt bzw. werkeln soll für die diese (Initialisations-)Treiber im Netz gefunden werden.

Die Konfiguration dieser in der autoexec.bat oder config.sys reicht von einfach bis unglaublich kompliziert.

Allerdings gibt es auch eine Reihe von Exoten, deren Treiber nicht mehr gefunden werden können. Oft hilft hier einfach den Soundblaster Treiber von Creative zu nutzen. Ist der Soundblaster Clone bspw. kompatibel zur Soundblaster Pro 2.0, dann versuche ich den Creative Treiber für die Soundblaster Pro 2.0 zu benutzt.

Oft ist die Kompatibilität so groß, dass es funktioniert. Wenn man ganz viel Glück hat, funktioniert auch der Mixer mit dem die Lautstärke der verschiedenen Kanäle eingestellt werden kann. Denn sonst hört man entweder Garnichts oder die Karte ist voll aufgedreht.

Unisound

Waren diese Versuche nicht von Erfolg gekrönt, war die Karte bisher nicht mehr zu gebrauchen. Glücklicherweise hat JazeFox das Tool namens Unisound entwickelt. Hier aktuell in der Version 0.77a – UNISOUND077a.

Die Nutzung des Tools ist unglaublich einfach. Es nutzt die Werte der Blastervariable und initialisiert die Soundkarte mit diesen. Für alle anderen Werte nimmt der Treiber default Werte.

Die Karte bringt auch gleich einen integrierten Mixer mit. Es ist kinderleicht Unisound einzusetzen. Ein Beispiel aus dem Handbuch:

SET BLASTER=A220 I5 D1 T4 J200 P330
UNISOUND.COM /V70 (V70 = Lautstärke (Master Volume) 70%)

Fertig!

Unisound ist mein Tool der Wahl geworden, um eine PnP Soundkarte unter DOS zu initialisieren. Bisher habe ich noch keine Probleme feststellen können.

Solltest du Schwierigkeiten haben deine PnP Soundkarte unter DOS zu aktivieren, ist Unisound sicherlich ein guter Rettungsanker. Selbst wenn du Purist bist und gerne den originalen Treiber deiner Soundkarte nutzen möchtest, kannst du mit Unisound prüfen, ob die Karte funktioniert, falls deine Einstellungen in dem originalen Treiber nicht funktionieren sollten.

 

Jetzt wünsche ich dir ein zauberhaftes Klangerlebnis mit deiner Soundkarte! Solltest du Fragen oder Anmerkungen haben, schreib gerne einen Kommentar.

Atari Falcon und serielle Verbindung (Datenaustausch) mit dem PC

Da viele Terminalprogramme auf dem Falcon leider nicht laufen, kann es etwas anspruchsvoll werden, Daten über die serielle Schnittstelle auszutauschen. Natürlich ist die Schnittstelle nicht für den Austausch von MB oder GB an Daten geeignet, aber für den schnellen Transfer eines Programms oder eines Diskettenimages finde ich die Schnittstelle immer noch einfach zu nutzen und aufzusetzen.

Die Hardware

Ich nutze für dieses Tutorial einen USB RS-232 Adapter. Da die meisten Adapter einen Male Anschluss haben und der Falcon auch einen Male Anschluss verbaut hat, brauchen wir daneben noch einen Gender Changer.

Falcon Modem Anschluss
Falcon Modem Anschluss
Anschluss Male USB RS-232 serieller Adapter
Anschluss Male USB RS-232 serieller Adapter

Wenn der Adapter nicht softwareseitig bspw. im Treiber auf Null-Modem gestellt werden kann, wird auch ein Null-Modem Adapter gebraucht.

Die komplette Adapterkette am Falcon sieht dann wie folgt aus:

Adapter Kette Seriell mit Gender Changer und Nullmodem Adapter
Adapter Kette Seriell mit Gender Changer und Nullmodem Adapter

Die Software (Windows)

Option 1 – Hyperterminal
Ich habe damals unter Windows XP mit Hyperterminal Daten via Nullmodemkabel ausgetauscht. Hyperterminal ist seit Windows XP SP3 nicht mehr Bestandteil des Lieferumfangs gewesen.

Doch kann das Programm von einer Windows XP CD extrahiert werden.

Erstellt dazu ein neues Verzeichnis in dem ihr das Programm speichern wollt und kopiert von der Windows XP Installations CD die folgenden Dateien:

C:\Program Files\Windows NT\hypertrm.exe
C:\WINODWS\system32\hypertrm.dll
C:\WINODWS\Help\hypertrm.chm

Anschließen könnte ihr Hyperterminal über hypertrm.exe starten.

Option 2 – TeraTerm
TeraTerm ist ein aktiv betreutes Open Source Projekt und ist daher bestens für diese Aufgabe geeignet.

Die Software (Falcon030 / TOS 4.04)

Für den Falcon habe ich in der Tat bisher kein zu 100% funktionierendes Terminalprogramm gefunden. Solltet ihr eines kennen würde ich mich freuen, wenn ihr hier einen Kommentar hinterlasst.

XYZ – Filetransfer ZMODEM Protokoll
Für den Dateitransfer nutze ich ein kleines Tool mit dem Namen XYZ.PRG in der Version 2.02 Hierbei handelt es sich um ein Tool, dass auf ein ZMODEM Verbindung wartet, die Datei entgegen nimmt und sich danach beendet.

NEOCOM – Terminalanwendung (funktioniert teilweise)
Ich nutze NEOCOM 2.42b. Es funktioniert nicht 100% auf meinem Falcon, doch reicht es, um die Verbindung zu testen. Ist ein klassische Terminalanwendung. Einen Filetransfer habe ich damit allerdings noch nicht hinbekommen.

Der Dateitransfer

Für den Test bereit ich eine kleine Textdatei mit dem Namen test.txt auf dem PC vor. Diese Datei möchte ich in diesem Zuge zum Falcon übertragen.

Vorbereitung PC
Zunächst starten wir TeraTerm. Dort wählen wir als Verbindungstyp Serial aus und aktivieren den korrekten COM Port. In meinem Beispiel COM27.TeraTerm - Neue Verbindung

TeraTerm – Neue VerbindungDann wählen wir unter Setup -> Serial Port die Einstellungen für diese Verbindung aus.TeraTerm - Setup Serial Port

TeraTerm – Setup Serial PortZum Testen wählen wir eine Baudrate von 9600. Kann auf dem Falcon später aber auf 19200 erhöht werden. Die Standardeinstellungen sind ok. TeraTerm - Serial Port Settings

TeraTerm – Serial Port SettingsMit einem Klick auf New setting werden die Einstellungen gespeichert.

Vorbereitung Falcon
Zunächst stellen wir die Modemportparameter ein. Hierzu wird auf der Language Diskette des Falcon die Accessory XCONTROL.ACC mitgeliefert, die entweder von dieser Floppy gebootet wird oder von der Festplatte gebootet werden muss.

Damit können wir unter DESK -> Control Panel

TOS - Desk - Control Panel
TOS – Desk – Control Panel

das Modem Setup auswählen

TOS - Modem Setup
TOS – Modem Setup

und die Parameter wie im TeraTerm festlegen und mit Save bzw. Ok bestätigen

TOS - Modem Parameter
TOS – Modem Parameter

Anschließend starten wir das Programm XYZ.TTP auf dem Falcon.

XYZ.TTP
XYZ.TTP

Das Programm braucht hier keine Parameter und kann mit einem Klick auf OK gestartet werden.

XYZ - No Parameters
XYZ – No Parameters

Danach befindet sich XYZ im Empfangsmodus.

XYZ - Wartet auf eine Verbindung
XYZ – Wartet auf eine Verbindung

Der Datentransfer
In TeraTerm wähle ich nun File -> Transfer -> ZMODEM -> Send aus und im darauffolgenden Dateidialog die Testdatei text.txt für den Transfer aus.

TeraTerm - Datei senden
TeraTerm – Datei senden

Hier sehen wir den Datentransfer wie er auf Tera Term gezeigt wird.

TeraTerm - Dateiübertragung
TeraTerm – Dateiübertragung

Auf der Seite des Falcon sehen wir wie XYZ die Datei empfängt.

XYZ - Dateiempfang
XYZ – Dateiempfang

Die Datei wird in dem Verzeichnis abgelegt in dem das Programm XYZ liegt.

TOS - Empfangene Datei
TOS – Empfangene Datei

Ein Blick in die Datei zeigt uns das es geklappt hat (Scheiß Encoding) 😉

TOS - Dateiinhalt
TOS – Dateiinhalt

Weiteres

Lege XYZ.TTP auf die Festplatte
Da die übertragenen Dateien immer in dem Verzeichnis landen in dem XYZ.TTP liegt. Bietet es sich an, diese Datei auf die Festplatte zu kopieren, um Daten dort zu empfangen. Der verfügbare Speicher auf der Floppy reicht unter Umständen nicht für die Datei aus.

Erhöhe die Geschwindigkeit
Wenn das geklappt hat, kannst du die Geschwindigkeit nun auf 19200 Baud erhöhen. Denke daran, die Einstellung sowohl in TeraTerm als auch im ModemSetup zu verändern.

Damit lässt lassen sich zwar immer noch keine Mengen an Daten verschieben, doch für ein Diskimage geht es wohl mal. Hier solltest du aber rund 6 Minuten und 40 Sekunden erübrigen können.

XYZ - Max Transfer Speed
XYZ – Max Transfer Speed

Testen der Verbindung mit NEOCOM
Gelegentlich funktioniert der Dateitransfer nicht. Es mag daran liegen, dass die Stecker etwas lose sind, die Einstellungen nicht richtig gesetzt wurden oder ein Bit quer sitzt.

Hierzu nutze ich dann das Terminalprogramm von NEOCOM. Einfach das Programm NEOCOM.PRG starten.

Wenn ich es schaffe einfache Tastenanschläge zu übertragen, weiß ich dass die Verbindung steht und es ggf. etwas mit den Programmen zu tun hat, dass keine Verbindung zustande kommt. Der Vorteil bei NEOCOM ist auch, dass ich die Modemparameter direkt im Programm unter Edit -> RS232 verändern kann.

Neocom - Edit RS232
Neocom – Edit RS232

Dort lassen sich alle Einstellung komfortabel editieren.

Neocom - Einstellungen der seriellen Verbindung
Neocom – Einstellungen der seriellen Verbindung

Das Programm funktioniert auf meinem Falcon nicht sauber. Das Terminalfenster zeigt immer eine Darstellung der Fenster im Hintergrund.

Neocom - Falcon Bug
Neocom – Falcon Bug

Damit ich sehen kann, ob das Terminal funktioniert und meine Tastenanschläge registriert aktiviere ich die Echo Funktion.

Neocom - Echo aktivieren
Neocom – Echo aktivieren

Damit werden meine Eingaben lokal wieder gegeben.

Neocom - Echo Ausgabe
Neocom – Echo Ausgabe

Sollte der Bildschirm bei Tera Term leer bleiben, so stimmt es mit der Verbindung selbst nicht. Vllt ist ein Stecker lose oder der Treiber in Windows nicht korrekt gestartet. Möglicherweise auch ein Defekt im Port oder Kabel.

TeraTerm - Leerer Bildschirm
TeraTerm – Leerer Bildschirm

Sollte Zeichensalat ankommen, so ist zumindest schon einmal klar, dass die Verbindung steht. Hier stimmen dann die Übertragungsparameter zwischen TeraTerm und Neocom nicht überein. Sehr oft ist die Geschwindigkeit nicht bei beiden Programmen identisch. Bei Hypterterminal ist die Flusskontrolle automatisch auf Hardware statt auf Keine gestellt.

TeraTerm - Falsche Einstellungen
TeraTerm – Falsche Einstellungen

Sollte alles korrekt eingestellt sein. Ist sowohl auf dem Falcon als auch auf dem PC die gleiche Zeichenfolge zu erkennen.

Terminalverbindung steht
Terminalverbindung steht

Das funktioniert grundsätzlich in beide Richtungen. Tippen auf dem Falcon -> Ausgabe PC oder Tippen auf dem PC -> Ausgabe Falcon.

Atari Falcon030 und SDEXTJOY

Da es leider nicht so trivial war, den SDEXTJOY Adapter mit dem Falcon030 in Betrieb zu nehmen, möchte ich hier mit euch mein Vorgehen teilen.
Bei dem SDEXTJOY handelt es sich um einen Adapter für den Joystickport des Atari Falcon / Atari STE, um SD Karte lesen zu können. Er gilt als sehr kostengünstig, da nur wenig Material benötigt wird, um den Adapter zu bauen. Details finden sich in der Dokumentation.
Der Treiber nutzt die XBIOS Festplatten Treiber Routinen, um eine GEMDOS Laufwerk zu simulieren und den Inhalt der SD Karte anzuzeigen. Damit ist es möglich, von der SD Karte auf dem GEM Desktop zu lesen und zu schreiben. Es gelten damit weiterhin die Einschränkungen des TOS Betriebssystems: Es werden nur FAT16 Partitionen bis zu 32MB unterstützt. Für größere Partitionen wird das Program bigdos.prg benötigt, bevor der SDEXTJOY Treiber geladen wird. Dann können bis zu 2GB genutzt werden. Die Einrichtung ist aber nicht Bestandteil dieses Leitfadens.

Der Autor konnte den Treiber nur mit einem Atari STE testen und wusste nicht, ob der auch mit dem Falcon läuft. Ich habe durch Zufall diesen SDEXTJOY Adapter bei mir in der BOX des Falcon gefunden.

SDEXTJOY Adapter

Der Treiber selbst ist aktuell unter: http://onorisoft.free.fr/atari/sdextjoy.zip zu finden. Kann aber auch hier heruntergeladen werden: SDEXTJOY Treiber (GPL v3)
Die ZIP Datei enthält unter anderem die Datei SDEXTJOY.PRG, der eigentlich Treiber.

Diese muss jetzt zum Atari transferiert werden. Beim Falcon war das recht einfach möglich, da dieser 3,5“ Disketten mit 1,44MB lesen kann. Somit habe ich die Datei einfach mit meinem USB Floppylaufwerk übertragen können.

Es ist darauf zu achten, dass jetzt der Adapter im Port A steckt. Ich hatte ihn erst in Port B stecken, wo er nicht funktionierte. Daher steht in der Beschreibung des Treibers, die (sdextjoy.txt) in dem Treiberarchiv enthalten ist auch als Titel „SD card driver for the Atari STe extended Joystick Port A

Wichtig ist nun, dass die SD Karte neu partitioniert wird. Schließlich darf die Partition ohne zusätzlichen Treiber nicht größer als 32MB sein. Unter Windows habe ich dann das Programm diskpart benutzt; einfach die Shell in Windows starten und diskpart eingeben.

Grob nach diesen Leitfäden [1] [2] ist das Verfahren unter Windows wie folgt:

  1. Alle Festplatten auflisten:
    list disk
  2. Nun den Eintrag mit der SD Karte suchen.
  3. Die SD Karte auswählen (x ist die Nummer des Datenträgers) mit
    select disk x
    mit
    clean all
    werden nun alle Daten/Partitionen gelöscht.
  4. Danach
    create partition primary size=32
    Damit wird nun eine 32MB große Partition angelegt.
  5. Über den Befehl
    active
    wird diese Partion als aktiv markiert.

Jetzt das Laufwerk unter Windows formatieren und als Test eine kleine Textdatei auf der SD Karte ablegen. Die SD Karte muss dann in den Adapter gesteckt werden, der in Port A des Falcon/STE steckt. Danach wird das Programm SDEXTJOY.PRG ausgeführt. Unter TOS verschwindet die Statusanzeige direkt wieder. Nur bei der Nutzung von MultiTOS beleibt der Text auf dem Desktop stehen. So kann man nicht direkt erkenne, ob der Vorgang erfolgreich war. Unter TOS habe ich den Bildschirm daher mit der Handykamera gefilmt. Dann kann man die Ausgabe darüber anschauen. Gelegentlich funktioniert es nicht beim ersten Mal, so dass das Programm ein weiteres Mal ausgeführt werden muss.

Danach schaut man im GEM Desktop unter Options -> Install Devices nach. Jetzt sollte ein neues Laufwerkssystem auf dem Desktop zu sehen sein.

Einmal darauf klicken, um zu sehen, ob die kleine Testdatei im Filebrowser zu sehen ist.

Besonderheiten:

  • Während der Treiber aktiv ist, kann das Diskettenlaufwerk A: nicht über das Icon angesprochen werden. Das Laufwerk A: wird dann über das Icon des Floppy B: angesprochen. Das Laufwerk B: steht in dieser Zeit nicht zur Verfügung.
  • Der Adapter ist nicht wirklich HotPlug fähig. Dennoch kann die SD Karte entnommen und die Daten auf dem PC bearbeitet werden. Danach die SD Karte wieder in den Adapter schieben und den Treiber neue ausführen. Install Devices muss nicht erneut ausgeführt werden. Falls doch, so wird ein neues Icon auf dem GEM Desktop neben dem vorherigen auftauchen
  • Wenn der Treiber automatisch beim Booten mit gestartet werden soll, einfach das Programm in den AUTO Ordner des Bootlaufwerks ablegen.
  • Ein wichtiger Hinweis. Ich habe festgestellt, dass nicht jede SD Karte funktionierte. Im Thread des Entwicklers habe ich folgenden Hinweis gelesen: Probably all SDHC-Cards with a FAT using Clustersize 2 or bigger do not work. Alte SD Karten von mir funktionierten daher, moderne leider nicht.

 

Thread von Orion dem Entwickler des SDEXTJOY auf atari-forum.com

IBM / HP Plotter Cross Reference Listings

IBM Type # HP Type # Machine description HP Museum
6180-1 7440-1 ColorPro desktop, 8 pen, A size paper, RS232 https://www.hpmuseum.net/display_item.php?hw=80
6180-2 7440-2 ColorPro desktop, 8 pen, A size paper, IEE488  
       
6182 (A) 7550A desktop, 8 pen, A/B size paper, RS232, includes auto sheet feed, very fast https://www.hpmuseum.net/display_item.php?hw=75
6182 (B) 7550B desktop, 8 pen, A/B size paper, IEEE488, includes auto sheet feed, very fast  
6182-031 n/a No HP equivalent IBM introduced a protocol converter for host attachment. This product connects to VM in the IBM environment  
       
6184 7570 DraftPro standup unit, 8 pen, C&D size, RS232/IEEE488 https://www.hpmuseum.net/display_item.php?hw=392
       
6185-1 7575 DraftPro DXL DXL idem, but A-D size & larger buffer (31K), 1 and 2 meg buffers optional https://www.hpmuseum.net/display_item.php?hw=393
6185-2 7576 DraftPro EXL EXL idem, but A-E size, 1 and 2 meg buffers optional https://www.hpmuseum.net/document.php?hwfile=3392
       
6186-1,2 7595A, 7576A Draftmaster standup, large format models, replaced by Draftmaster the 6187 Plotter, A to E size, model 2 has roll feed capability https://www.hpmuseum.net/display_item.php?hw=81
       
6187-1 7595B
Draftmaster SX
standup, large format models, 8 pen, 1MB standard buffer, A-E size, HP-GL2, also emulates the 6186, 7375 RS232/IEE488 https://www.hpmuseum.net/display_item.php?hw=81
6187-2 7596B
Draftmaster RX
same as model 7595B with roll feed  
       
7371 7470 desktop, 2 pen, A size, RS232/IEEE https://www.hpmuseum.net/display_item.php?hw=73
       
7372 7475 desktop, 6 pen, A/B size, RS232 or IEEE488 https://www.hpmuseum.net/display_item.php?hw=74
       
7374 7580 stand up, 8 pen, A to D size, RS232/IEEE488 https://www.hpmuseum.net/display_item.php?hw=76
       
7375-1 7585B stand-up, 8 pen, <E size, RS232/IEEE488 https://www.hpmuseum.net/display_item.php?hw=77
7375-2 7585B stand-up, 8 pen, <E size, RS232/IEEE488 with roll feed

Werkstatt Tipp – Pins einer Pentium CPU zerstörungsfrei gerade biegen

  • Author/Ersteller: Peter z80.eu
  • Eingestellt von: tokabln

Ich habe die bei Ebay gekaufte Pentium CPU, aber leider mit einigen leicht gebogenen Pins, wieder benutzbar machen können. Wenn mindestens ein einziger Pin nicht mehr ganz gerade steht, passt die CPU nicht mehr in den Sockel. Dann darf man auf keinen Fall mit Gewalt nachhelfen (= Pin bricht ab/wird komplett weggebogen). Habe dann zuerst versucht, mit einem kleinen Schlitz-Schraubendreher da was wieder zu richten, aber da kann man die Kraft überhaupt nicht dosieren. Ein weiterer Versuch mit einer Pinzette ist aufgrund der absolut kleinen Strukturen und der ebenfalls nicht wirklich gut steuerbaren Greifer der Pinzette ebenfalls gescheitert.

Aaaabbbeer …. der Trick mit einem Druckbleistift, dem man die Mine nimmt (bzw. das vordere Teil abnimmt), hat dann doch zum Erfolg geführt.

Siehe Bild zur Verdeutlichung, die Spitze eines (alten) 0,5mm Druckbleistifts hilft ungemein, so ein Pin ganz leicht dosiert biegen zu können.

Wenn die Pins noch dünner sind, geht das vielleicht auch noch mit einem 0,3mm Druckbleistift. Am Besten mit einer starren Spitze, und nicht irgendwie gefedert oder durch Schwerkraft nach unten fallende Spitze.

Andere Möglichkeiten die von anderen Mitgliedern gepostet wurden (siehe diesen Thread):

  • …die Kanüle einer Spritze nutzen, die Spitze vorne abgeschliffen
  • …Um Pinreihen einheitlich zu begraden (vor allem bei Prozessoren aus dem Schrott) ist eine alte EC-/Kreditkarte auch sehr hilfreich. Mit der kann man eine ganze Reihe auf einmal einheitlich „auf Reihe“ bringen. Vor allem bei Sockel 5/7-Prozessoren.
  • …Ich hab‘ hier eine Sammlung Messingröhrchen aus dem Modellbau mit passendem Innendurchmesser rumliegen, mit denen das auch prima geht

Werkstatt Tipp – Anbieter für (elektronische) Bauteile & Zubehör 3D Druck

  • Author/Ersteller: tokabln
  • Eingestellt von: tokabln

In diesem Thread kam der Wunsch nach einer Liste von vertrauenswürdigen Anbietern für elektronische Bauteile & Komponenten aber auch z.B. für Zubehör für 3D Drucker auf.

Dieser Bitte versuche ich hier gerecht zu werden. Weitere, hier nicht aufgelistete Anbieter können mir gerne per PN zugesandt werden und ich nehme diese dann gerne auf.

Anbieter elektronischer Bauteile/Komponenten/uComputer:

Eine sehr große Übersicht von Versendern sowie Hinweise zu diesen findet sich im uC Forum unter nachfolgendem Link:
https://www.mikrocontroller.net/articles/Elektronikversender

Anbieter von Eisenwaren:

Eine sehr große Übersicht von Versendern sowie Hinweise zu diesen findet sich im uC Forum unter nachfolgendem Link:
https://www.mikrocontroller.net/articles/Eisenwarenversender

Anbieter 3D Druck Zubehör:

Werkstatt Tipp – Diskettenaufkleber entfernen – aber wie?

  • Author/Ersteller: as58
  • Eingestellt von: tokabln

Heute stand also die ultimative olfaktorische Herausforderung auf dem Programm. Unter dem laufenden Dunstabzug ging das ganz gut. Anhand einiger Opferdisketten habe ich zunächst die Entfernung der Klebstoffreste versucht.

Ich habe bis auf den Etikettenablöser alle (in diesem Thread) genannten Substanzen und noch ein paar mehr getestet:

Von links nach rechts: WD-40, Wasch-Benzin, Liqui Moly LM-40, Brennspiritus, IPA, Terpentin-Ersatz und Glasreiniger. Im Vordergrund Ballistol und SR24 Modellbahnöl, beides legendäre Wundermittel mit öligen Eigenschaften, mit denen ich das Ablösen von Papierresten versucht habe, leider weitgehend erfolglos.

And the winner is: Wasch-Benzin. Das Zeug liegt um einige Längen vorne. Damit bekommt man die Klebstoffreste – aber auch nur die – recht gut entfernt. Ein weicher Lappen und ein paar Tropfen davon haben auf diversen Disketten unterschiedlich aussehende Klebstoffreste prima abgelöst.

Wenn noch eine dünne Papierschicht übrig war, hat es aber nicht funktioniert. Wenn man das Papier komplett abgezogen bekommt, ist Wasch-Benzin die Lösung für den Rest.

Etiketten mit quasi wasserfester Oberfläche sind ein Problem. Welche aus nicht versiegeltem Papier habe ich mit einem Schwammtuch mit Wasser eingeweicht, aber die hinterlassen nach dem Abziehversuch noch eine dünne Papierschicht auf dem Kleber. Schlecht.

In Runde zwei läuft gerade das Experiment mit drei verschiedenen Hautcreme Sorten, um die Etiketten hoffentlich am Stück abfallen zu sehen.

Update:

Um es kurz zu machen: Das cremige Experiment war eigentlich ein Misserfolg.

Diese vier Cremes habe ich ausprobiert und entsprechend viele Disketten der gezeigten Sorte mit demselben Aufkleber aus versiegeltem, wasserfesten Papier. Nivea Soft und Penaten hatten trotz Einwirkung über Nacht praktisch keinen Effekt. Die blaue Nivea und die Florena schienen das Etikett etwas transparent zu machen, aber das Abziehen war dennoch sehr schwierig, vermutlich kaum anders als ohne Creme. Das Papier ging zwar ab, aber eine Schicht vom Klebstoff blieb übrig, den ich dann mit Wasch-Benzin entfernen konnte.

Mag sein, dass Creme bei anderen Disketten oder Aufklebern einen Effekt hat, aber insgesamt ist das eine recht schmierige und wenig erfolgversprechende Methode. Die Suche geht weiter.