Archiv der Kategorie: Wissensdatenbank

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Zerlegen eines 800K-Diskettenlaufwerks

Von unserem Mitglied flowerking.

Wenn man alte Diskettenlaufwerke in die Finger bekommt, dann sind diese oft schwergängig oder funktionieren gar nicht mehr. Die meisten Probleme kann man mit einer gründlichen Reinigung aus der Welt schaffen. Hier zeigen wir, wie man ein Apple 800K-Laufwerk zerlegt. Das Reinigen überlassen wir euch.

Bild 1 bis Bild 4 zeigen das komplette Diskettenlaufwerk aus verschiedenen Ansichten:

Aber jetzt auf zum Zerlegen.

Schritt 1: Alle Stecker von der Platine lösen. Insgesamt fünf Stecker.
Siehe Bild 3.

Schritt 2: Auf der Platine befindet sich ein Blech, dass die Motorspulen abdeckt. Vier Schrauben lösen, dann kann das Blech entfernt werden. Achtung: Unter dem Blech befindet sich eine transparente Kunststoffisolierung. Siehe oben Bild 4.

Schritt 3: Auf dem Motor befindet sich eine Blechscheibe, die mit einer winzigen Schraube gesichert ist. Die Blechscheibe wird durch
die relativ starken Magnete des Motors gehalten. Mit etwas Kraft kann die Scheibe entfernt werden, nachdem die kleinen Schraube gelöst ist. Siehe wieder oben Bild 4.

Schritt 4: Die Platine wird nun nur noch von zwei Schrauben gehalten. Nachdem die Schrauben gelöst sind, kann die Platine entfernt werden. Siehe auch hier oben Bild 4.

Bild 5
Bild 5 zeigt den Stand, nachdem die Schritte 1 – 4 ausgeführt wurden.

Schritt 5: Zwei Schrauben müssen gelöst werden, um die Halterung mit Auswurfmotor zu entfernen. Siehe oben Bild 1.

Bild 6
Bild 6 zeigt den ausgebauten Auswurfmotor

Schritt 6: Die Lichtschranke, die die Endposititon des Schreib/Lese-
Kopfes bestimmt, ist mit einer Schraube befestigt. Nach dem Entfernen dieser Schraube, kann auch die Lichtschranke entfernt werden. Siehe oben Bild 2.

Bild 7 zeigt die ausgebaute Lichtschranke.

Schritt 7: Der Diskettenschacht ist rechts und links mit zwei kleinen Federn beweglich befestigt. Die Federn werden nur unten ausgehängt, d.h. auf der Seite, wo zuvor die Platine war. So
bleiben die Federn am Diskettenschacht und können eigentlich
nicht verloren gehen. Durch leichtes Kippen kann dann der
Diskettenschacht entfernt werden. Siehe oben Bild 2 für die Position der Federn.

Bild 8 zeigt den losen Diskettenschacht.

Schritt 8: Der Schlitten unter dem Diskettenschacht ist mit kleinen Kunststoffscheiben befestigt. Diese Schreiben können mit einer kleinen Zange oder einer kräftigen Pinzette abgehoben werden.
Danach kann der Schlitten entfernt werden. Siehe Bild 8.

Schritt 9: Jetzt befinden sich nur noch zwei Halterungen auf jeder Seite des Laufwerksrahmens. Jede Halterung ist mit zwei Schrauben befestigt. Nachdem alle vier Schrauben gelöst sind, können beide Halterungen abgenommen werden. Siehe Bild 8.

Fertig. Der Zusammenbau nach dem Putzen und trocknen erfolgt einfach in umgekehrter Reihenfolge.

Bild 9 zeigt den Schlitten und die beiden Halterungen, die abgebaut wurden.

Bild 10 zeigt noch mal alle Einzelteile des Diskettenlaufwerks:

vectronicscollections.org – Eine Rezension

Von unserem Mitglied ThoralfAsmussen

Die Seite Vectronic’s Apple World (VAW) ist nicht der direkte Vorgänger der aktuellen Vectronic’s Collections Seite. Aber, wie man dem Namen der alten Seite entnehmen kann, geht es primär um Apple. Da es aber mittlerweile Collections sind, gibt es auch anderes zu sehen – insbesondere sind das bunte Plastikfiguren aus dem StarWars und Transformers Universum und, evtl. spannender, einige ausgewählte Konsolen.

Der Rest der Seite ist aber komplett den Apple Computern gewidmet.

Das Besondere ist, daß hier jemand mit sehr viel Aufwand sehr schöne Fotos von seinen Geräten angefertigt hat – und von natürlich den Plastikfiguren (Stromtroopers z.B. ).

Diese sind quasi perfekt ausgeleuchtet und auch schön präsentiert und i.a. vorher gesäubert. Und das Beste: sie stehen unter einer CC Lizenez, die es erlaubt diese Bilder für nichtkommerzielle Zwecke zu benutzen! Und: man darf sie auch vorher verändern. Muß aber die Herkunft dazuschreiben und weiteren das gleiche Recht einräumen.

Sollte also mal ein sehr schönes Bild von z.B. einer Atari 2600 oder einem Mac IIsi oder einem Apple IIc benötigt werden – man findet es da (sind u.a. ein 1A Bildschirmhintergrund).

Die alte VAW Seite war ab 2003 bis 2014 eine Seite von Apple Enthusiasten und ist als Archiv vorhanden – für alle Apple-II-Leute und Apple-Interessierten schön anzusehen. Dabei sind umfangreiche Infos zu jedem der Geräte aus der Sammlung und auch zu besonderem Zubehör. Und natürlich gibt es auch eine kleine Apple Historie 1 , 2 , 3 – schön zu lesen. Und auch lesens- und sehenswerte „Allgemeinplätze“ etwa zu Apple II und Apple I.

Der andere und eigentliche Apple Hauptteil ist eine Sammlung von Scans und Zeitschriftenausschnitten.

Es sind dies in allererster Linie offizielle Apple Werbeprospekte – also genau diese wunderschönen, vielfältigen, auf dickes präsentierbares hochweißes Papier gedruckten Farbseiten, die bestimmt jeder schonmal gesehen hat oder sogar selbst noch daliegen hat, sicher verwahrt in Klarsichtfolie.

Hier aber eben irgendwas um 500 verschiedene Druckwerke und auch nicht nur die einfachen 2seitigen Datasheets sondern auch die dickeren Prospekte, die der Fachhändler nur guten (oder potentiellen) Kunden mitgegeben hat (z.B. Mac Classic und LC).

Geordnet ist das Ganze chronologisch – ein bißchen nach Abschnitten, die sich an die Entwicklung der Apple-Geräte anlehnen.

Dabei geht es mit Apple II und den Logos los und führt über Lisa, Macintosh, größere Farb-Macintosh zu PowerPC Mac und schließlich G3, G4 etc. bis zu den moderneren Sachen à la Xserve, Mac Mini und AirPort oder iPhone.

Man findet Sachen zu Desktop Publishing, Laserdruckern, Video Workstations, Workgroup Servern, PowerPC Rechnern und SuperMicros. Aber auch z.B. Datasheets zu Monochrom Monitoren und irgenwelchen Lisas.

Eine echte Fundgrube für Leute, die sich bereits mit Apple Geschichte und Gerät auskennen.

Für alle anderen eine sehr schöne Seite, wo man durchaus auch ein bißchen was vom Apple-Spirit mitbekommt. Insbesondere wenn man sich die Annoncen-Texte so über die Zeit mal anschaut.

Und auch völlig unbekannte Apple Seiten kommen da zum Vorschein, etwa erfährt man, was man mit einem Server am Besten machen sollte – IGNORIEREN! – oder warum OpenStep im Juli 1997 ein sehr, sehr gutes ENTERPRISE-System ist, ebenso wie das mit den BMWs so ist und auch, wie man mit absoluter Macht umzugehen hat.

Optisch sind die Scans alle wirklich fabelhaft und trotz nicht allzugroßen Dateigrößen genau richtig, um sie „in schön“ anzusehen. Außerdem sind sie i.a. gut ausgerichtet und haben selten Lochungen, Flecken o.ä. – einfach ziemlich perfekt!

Ein Seite, die man gut parallel dazu geöffnet haben kann, ist http://www.apple-history.com, dort wird nämlich auch nach Zeitverlauf sortiert, so daß man die Daten der Modelle schön schnell nachschlagen kann.

Fazit: Sehr, sehr umfangreiche Sammlung sehr ordentlich reproduzierter Apple Brochüren, Datasheets und Prospekte. Spannend zu sehen, was es alles gab und wie es präsentiert wurde. Beginnend 1977 bis ungefähr 2015. Dazu einige wirklich gelungene Fotos von Geräten und Spielkonsolen. Qualität zählt!

(Nachrede) … man darf natürlich nicht alles so lesen, wie es dasteht, dann stimmt es nämlich manchmal tatsächlich nicht oder nur gerade mal eben so… 64 Bit Prozessor; aber wenn man das akzeptiert, sind die oft einfach nur SUPERSCHICK und PERFEKT in Gestaltung, Aufmachung, Bildauswahl, Text, Aussage und auch Wiedererkennungswert.

1000bit.it – Eine Rezension

Von unserem Mitglied ThoralfAsmussen

1000bit.it ist eine italienische Seite, die Anlaufpunkt vieler Sammler ist – man kann sich direkt und kostenfrei anmelden. Es geht in erster Linie darum, dass man seine eigenen Geräte präsentieren kann. Dabei werden automatisch die Daten aus der Datenbank mitbenutzt und Bilder für andere sichtbar über die Gerätesuche eingeblendet. Es gibt ca. 270 aktuelle Mitglieder.

Der größte Vorteil ist wohl, dass man damit die Berechtigung erwirbt, auch ganze Manuals und Anleitungen herunterzuladen.

Unangemeldete „Besucher“ können dies nicht, haben aber die Auswahl unter ca. 7500 Broschüren und Datasheets und etwas über 4000 Bildern. Außerdem gibt es auch sonst allerlei zu entdecken. Etwa eine ziemliche große Auswahl an Magazinen, die auch „for free“ zu laden sind.

Die größte Einschränkung gilt leider über alle Medien, insbesondere die gescannten PDF Sachen: Die Auflösung ist so gestaltet, daß man es eben noch halbwegs lesen kann – es ging also auch um eine Verkleinerung des Datenvolumens über alle Downloads. Dafür wird man nicht geblockt oder nach 20 geladenen PDFs aufgefordert einen Tag später wiederzukommen.

Kurz: Die Darstellungs Qualität ist eher so mäßig bis gerade-gut-genug, dafür macht das Stöbern und Durchklicken durch die riesige Sammlung Freude. Dies ist gleichzeitig eine Warnung! Man kann dort viel Zeit völlig unnütz vertun!

https://www.1000bit.it/ad/bro/brochures.asp

Das Spektrum umfaßt eigentlich alles was so in den Bereich „Homecomputer“ und „Microcomputer“ eingeordnet werden kann. Bei den Datasheets gibt es auch ein wenig größeres (SUN E10000 etwa). Dabei liegt der Hauptbereich auf kleinen Rechnern, und auch Apple ist sehr gut vertreten.

Sinclair, Commodore und Apple haben eigene Beiträge über ihre jeweilige Geschichte erhalten („History“ oben im Menü), und insbesondere gibt es eine sehr schöne Seite über die Personen, die wichtig für den Homecomputersektor waren, jeweils mit Bild. Freundliche Menschen auch mit Biographie.

Der andere große Bereich sind Werbungen – gesammelt aus allerlei Zeitschriften etc.

Wenn man mal schauen will, was man alles NICHT kennt, ist die Seite wirklich bestens geeignet. Da stört auch italienisch gar nicht sehr.

DAI, Sorcerer, NewBrain, Altair, EQUINOX, Poly88, SoC MK14, sowas wie der Ur-PC, SWTPC 6800, Sord M68 und Fuji Micro 16s oder ein Galaxy3 finden sich da. Schön geordnet nach Firmennamen und auch seltenste Modelle, die man wohl nie zu Gesicht bekommen wird und deren Werbung man beim Blättern in der BYTE auf archive.org nur zufällig mal finden würde.

Bei den Magazinen gibt es eine Unterabteilung, die versucht, bestimmte Artikel einzeln aufzulisten. Das funktioniert nicht so wirklich. Aber ein paar schöne Sachen findet man da auch – allerdings sind das eher Zufälle, eine gezielte Suche ist nicht möglich.

z.B. eine – die erste (?) – Mikrocomputer Kaufberatung von (zu) Weihnachten 1976.

Umso besser funktioniert dann die richtige Magazin Seite.

Es gibt quasi nur 2 hauptsächliche Sprachen – englisch und italienisch. Das meiste ist aber englisch.

Die Titelseiten gibt es als Vorschau und man kann erst dann entscheiden, ob man das meist große PDF wirklich laden will. :thumbup:

Allerdings ist keine Magazinausgabe wirklich komplett vollständig. Auch bei denen, wo es viele Hefte gibt, fehlt immer mal eines. Für Datensammler also eher ungeeignet. Zum Anschauen prima.

Wichtige Magazine sind RUN , das HP Journal , das Sinclair User Magazine , der QL User , Personal Computing (ab 1977) , die Personal Computer News (frühe 80er) , die Compute (etwas apfellastig) , die hierzulande unbekannte Creative Computing (1974!) und auch die BYTE, das Digital Technical Journal oder Dr. Dobbs Journal in seinem ersten Jahrgang.

Manches gibt es auch nur in Einzelausgaben, dann aber oft umso interessanter. Etwa hier auf Seite 22 der Bericht über die australische Microbee.

Der MITS Altair spielt auch immer wieder eine Rolle, sei es als 10 Jahre Jubiläums Artikel oder als erster Teil einer Bastelanleitung.

Man kann also Massen an Lesestoff finden – und das ungefähr über den Zeitraum von 1975 bis Mitte der 90er Jahre des 20ten Jahrhunderts.

Ach, und:

Man findet jede Menge interessante Kleinigkeiten, etwa einen Zettel, wo ein gewisser Wozniak aufschreibt, wie man sich das mit den Fließkommazahlen vorzustellen hat

https://www.1000bit.it/storia/images/apple/woz_fp.jpg

oder eine Apple 8Bit Historie, wo man heute ein Buch draus machen würde (unbedingt)

https://www.1000bit.it/storia/apple/history/storia_apple.asp

oder eine Bestellkarte im blanko-Format. Wer mag, kann die ja mal einschicken. Soll so ein ziemlich großes rundes Gebäude sein mit einem recht großen Park in der Mitte – und dabei erzählen die einem immer was von ‚Garage‘

https://www.1000bit.it/storia/…e/listini/apple_order.gif

desweiteren gibt es Fotos von italienischen und anderen Sammlertreffen.

Nicht allzuviele, aber nett anzuschauen. Und teils schon fast 20 Jahre alt.

https://www.1000bit.it/events/vcf2004/05010008.jpg – und mit dem richtigen Spirit

https://www.1000bit.it/events/vcf2004/05010024.jpg

https://www.1000bit.it/events/vcf2004/05010005.jpg

https://www.1000bit.it/events/vcf2004/05010007.jpg

https://www.1000bit.it/events/vcfi2004/09050045a.jpg

https://www.1000bit.it/events/vcfi2004/09050045.jpg

https://www.1000bit.it/events/vcfi2004/09040043.jpg

https://www.1000bit.it/events/vi2006/cimg0411.jpg

https://www.1000bit.it/events/vi2006/cimg0402.jpg

https://www.1000bit.it/events/tif2004/11270013.jpg – und mit richtiger Zukunft

Fazit: eine SUPER Seite zum Stöbern und Lesen und Rumsuchen und Daten fix finden und natürlich für Broschüren, Werbungen im Überblick und Magazine. 210 GB Stuff insgesamt – reicht für sicherlich einige Monate, wenn man versucht alles anzusehen.

PS: Sie haben da auch eine Android App, die den Zugriff auf die komplette Seite per Handy erlauben soll. Mal unter Other bei Retro1000.BiT schauen.

Wie man (vielleicht) der Bombe entkommt

Benutzer des klassischen MacOS kennen sie sicherlich, die vielgehasste Bombe, die erscheint, wenn ein Programm abgestürzt ist:


(Quelle: Wikipedia)

Der Dialog weckt den Anschein, dass ein Neustart die einzige Lösung zu diesem Problem ist, doch es gibt einen Trick, wie man vielleicht nicht alle Arbeit verliert. Unter System 6 und früher ist das nur hilfreich, wenn man den MultiFinder verwendet, um mehrere Programme gleichzeitig auszuführen, ab System 7 ist der MultiFinder Standard. Denn das Programm, das den Fehler erzeugt hat, wird mit diesem Trick beendet. Anschließend kann man in vielen Fällen wenigsten noch ungesicherte Dateien in anderen Programmen speichern.

Der Trick bedient sich des in den meisten Macs im ROM vorhandenen Debuggers MicroBug. Auf Systemen, auf denen die Systemerweiterung MacsBug installiert ist, wird statt dessen dieser verwendet.

Um beim Auftreten einer Bombe den Debugger zu starten, bedient man sich des sogenannten Programmierschalters („programmer’s key“ oder auch „interrupt button“). Bei den ursprünglichen Würfelmacs war dieser Schalter ein zusätzliches Plastikteil, das man hinten links in die Lüftungsschlitze des Macs eingeklickt hat, und das neben dem Programmierschalter einen Reset-Knopf zur Verfügung gestellt hat:


(Quelle: Vectronic’s Apple World)

Bei späteren Macs waren die beiden Knöpfe an unterschiedlichen Stellen fest installiert:


(Quelle: Wikipedia)

Beginnend mit dem PowerMac G5, der nur noch mit MacOS X booten konnte, wurde Programmierschalter abgeschafft.

Was muss man nun machen, wenn eine Bombe auftaucht?
Man drückt den Knopf mit dem Symbol
(Wenn die verwendete Tastatur einen Power-Button hat, dann kann man auch den zusammen mit der Apfel- oder Command-Taste drücken.)

Wer MacsBug installiert hat wird jetzt große Augen bekommen, alle anderen sehen anstatt der Bombe jetzt ein kleines Fenster mit nichts weiter als dem Zeichen > 

Dahinter tippen wir folgendes:

SM 0 A9F4
G 0

Die beiden 0 sind Nullen, und hinter jeder Zeile drücken wir die Return-Taste.

In vielen Fällen reicht das, um die Bombe verschwinden zu lassen und uns in den Finder zu werfen. Da die meisten Bomben ihre Ursache darin haben, dass ein Programm irgendwo in den Hauptspeicher des Macs geschrieben hat, wo es nicht hin sollte, empfiehlt sich ein baldiger Neustart des Mac, sobald wir alles gespeichert haben, was nicht gespeichert war. Die nächste Bombe folgt nämlich erfahrungsgemäß recht bald.

Die beiden Zeilen da oben machen übrigens folgendes:

Setze die Speicheradresse 0 auf den Wert A9F4 (= Exit to shell)
Gehe zur Speicheradresse 0

Findige Naturen haben herausgefunden, dass das Eintippen von

G FINDER

den gleichen Effekt hat, das liegt daran, dass der Debugger versucht, zur Speicheradresse FINDER zu springen, die es nicht gibt, und daraufhin einen Absturz und Exit to shell auslöst.

Infos zum Apple TV 1.Generation

Apple TV 1. Generation ONLY!

Das AppleTV der ersten Generation „ATV1“ ist eine Settop-Box von Apple zum Abspielen der eigenen iTunes Mediathek auf dem heimischen Fernseher. An Hardware ist ein ein Pentium mit 1GHz, 256MB Ram, HDMI, USB etc. Anschlüssen vorhanden. Als Betriebssystem kam ein abgespeckten Mac OS X 10.4 mit einer angepassten Front-Row-Variante zum Einsatz. Als HDD gab es 40GB oder später 160GB.

Leider sind heute viele Information, Links und Downloads im Internet-Nirwana verschwunden.

Siehe dazu auch:
https://www.vogons.org/viewtopic.php?t=58648

Falls das original OS neu aufgespielt werden muss, so helfen folgende Infos weiter:
https://www.tweaking4all.com/h…ppletv-os-offline-1stgen/

Es gab Erweiterungen des originalen OS und z.B. XBMC/Boxee und ssh. Dazu wurde der atvusb-creator gebaut:
http://web.archive.org/web/200….com:80/p/atvusb-creator/

Es gab erfolgreiche Versuche, ein original Mac OS X 10.4/5/6? Darauf laufen zu lassen.

Siehe dazu:

https://www.vogons.org/viewtopic.php?t=58648
https://www.chip.de/artikel/Ap…-gehackt-3_140082061.html
https://www.appletvhacks.net/2…os-x-running-on-apple-tv/

Den angepassten mach_kernal gibt es allerdings bei hackint0sh.org nicht mehr zu finden.

Gefunden habe ich den Link hier (französisch):

https://www.journaldulapin.com…os-x-tiger-sur-lapple-tv/

Und zwar unter Kommentaren:
Ca doit être ce fichier : http://down.dandu.be/kernel.zip

Es gab Linux Versionen wie z.B. Crystalbuntu / XBMC, die ich bis dato nicht finden konnte.

Über atvusb-creator gibt es Anleitungen für ältere Linux Versionen:
http://web.archive.org/web/201…ader/wiki/InstallingLinux

Und noch:
https://code.google.com/archiv…CAppleTVInstallation.wiki

Es gibt allerdings noch OSMC mit seinen Downloads:
https://osmc.tv

Apple TV 1

Release Checksum (MD5)
2017.08-1-HDD 6d040e257d60ad96f301d7974ee64d61
2017.08-1-USB c413d55c56637025fc9a41e35d1a26f9
2017.02-2-USB cacc11156914adf47c4b357b3c97bf41
2017.02-2-HDD 102212da145c187e2be2961ac8b75a7f

Die letzte Version (2017.08) konnte ich sowohl auf einem USB Stick installieren, als auch auf der internen HDD. Beide haben Netzwerkverbindung über Lan und WLAN – aber konnten das Internet nicht erreichen?! O war ein installieren von Paketen wie z.B.: lxde nicht möglich.

Um einen USB Bootstick zu erstellen siehe atvusb-creator (Web Archive):
http://web.archive.org/web/201…gle.com/p/atv-bootloader/

Und:
http://web.archive.org/web/200….com:80/p/atvusb-creator/

Dies als Zwischenstand – ich suche weiter. Insbesondere, falls jemand eine lauffähiges OSX dafür hat (z.B. Image seiner 40GB HDD) und/oder Crystalbuntu etc. pp, bitte Nachricht.

Peter Sieg

IBM T20 – POST Error 0175 Bad CRC1 sowie BOD Error – wieder belebt

  • Author/Ersteller: tokabln
  • Eingestellt von: tokabln

Vor einiger Zeit habe ich aus dem uC Forum gegen Versandkosten einen defekten IBM T20 Laptop ohne Akkupack und BIOS Batterie aber mit Netzteil und Floppy erhalten. Das Gerät zeigte den wohl für diese Generation typischen Fehler: POST Error 0175 Bad CRC1.

Mehr zu diesem Fehler kann man hier nachlesen.

https://thinkwiki.de/0175:_Bad_CRC1

Im Internet fand ich dann eine Seite unter dem Link:

https://www.allservice.ro/

Diese Leute (oder besser Victor) hatten in der Vergangenheit (und auch noch heute) einen Service angeboten, bei dem man das EEPROM des Thinkpad auslesen und zu diesen Leuten senden muß. Gegen eine Gebühr von ~30 EURO führt Victor eine Reparatur an dem EEPROM Inhalt durch und sendet das korregierte File zurück. Mit Hilfe von Software, welche ebenfalls von ALLService stammt, kann man das EEPROM im eingelöteten Zustand auslesen und später dann die fehlerbereinigte Version wie programmieren.

Danach sollte man unbedingt auf die letzte BIOS Version updaten, da der Datenverlust des EEPROMs hier wohl gefixt ist.

Nachdem ich das getan hatte, konnte ich das T20 reaktivieren und habe dann Windows 2K aufgespielt. Allerdings hatte das T20 noch einen weiteren Fehler der sich „Blink of Death (BOD)“ nennt. Auch hierfür ist der Spannungswandler ADP3421 verantwortlich.

https://thinkwiki.de/BoD

https://thinkpad-forum.de/thre…-Blink-of-Death-Reparatur

Gestern habe ich dann endlich diesen Chip ausgetauscht und zusätzlich den im vorherigen Link angegebenen Widerstands FIX mit eingebaut.

Hier ein paar Bilder dazu.

Werkstatt Tipp – Kunststoffoberflächen entkleben

  • Author/Ersteller: tokabln
  • Eingestellt von: tokabln

In allen Kunststoffen sind je nach Art unterschiedliche chemische Komponenten enthalten wie z.B. Weichmacher oder auch Duftstoffe.
Im Laufe der Jahre dunsten die Chemikalien mehr oder weniger aus und Kunststoffe werden entweder spröde oder klebrig oder…

Speziell klebrige Kunststoffe erlebt man z.B.  im Bereich älterer Computer HW wie z.B. Laptops und/oder Thinkpads aber auch bei Tastaturen oder Eingabestiften. Wenn man diese anfasst bleibt man regelrecht kleben oder hat ein ungutes haptisches Gefühl. Aber man kann diese klebrig gewordenen Kunststoffe „entkleben“ und damit wieder ansehnlich und vor allem anfassbar machen.

Das einzige was man dazu benötigt ist Backofenspray, Wasser und einen wenn möglich fusselfreien Lappen (z.B. Microfaser).

Die klebrigen Flächen werden mit dem Backofenspray eingesprüht und man lässt das Ganze für eine Weile einwirken. 10 Minuten sind vielfach schon völlig ausreichend. Anschliessend entfernt man das Backofenspray mit samt den schmierigen Kunststoffausdünstungen mit einem feuchten Lappen. Dieser sollte immer wieder gut ausgespült werden und damit das Gehäuse solange bearbeitet werden, bis die klebrige Schicht entfernt ist. Ggf. kann man diesen Vorgang ein weiteres Mal wiederholen.

Es lässt sich dabei nicht vermeiden, das die Oberfläche dann eventuell nicht mehr so aussieht wie sie mal ausgesehen hat als das Gerät noch neu war, aber das ist aus meiner Sicht verschmerzbar, wenn das Gerät nach dieser Prozedur wieder anfass- und nutzbar geworden ist.

Ich habe diese Vorgehensweise an:

Bambo Eingabestiften
IBM Thinkpads
Keysonic Tastaturgehäusen

und vielen anderen Geräten mit grossem Erfolg eingesetzt und kann hier nur jeden ermutigen, dies bei derart betroffenen Geräten selber auszuprobieren. Übrigens sind die so behandelten Geräte bei mir bis jetzt nicht erneut klebrig geworden.

Viel Erfolg

Hier noch etwas zu den allgemeinen Inhaltsstoffen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Backofenreiniger

ST506 HowTo – Festplatte NEC D5126 Zylinder 0 defekt – Erfolgreiche provisorische Reparatur

  • Original Author/Ersteller: R4M
  • Eingestellt von: tokabln

Original Eingangspost  hier

Einstieg

„… Ich hab‘ gestern mal einen NOS WDXT-GEN und eine alte NEC D5126 ausgegraben. Leider sagt SpeedStore, dass die ersten drei Zylinder kaputt sind und weigert sich folglich eine Partitionstabelle einzurichten. Das Formatierungsprogramm im BIOS der WDXT-GEN formatiert ohne Beschwerden, aber auch dann kann ich keine Partitionstabelle anlegen.“

Erfolg:

„…Der Mechanismus für Track 0 ist bei dem Laufwerk extrem einfach.

Der rot markierte Zinken (gerade in Parkposition auf Track 644) dreht sich nach rechts und die grün markierte Lichtschranke liefert das Track 0 Signal.

Jetzt kann man die Lichtschranke einfach runter schrauben und am Platik ein wenig feilen und etwas tiefer wieder festschrauben. Und dann geht’s! Hatte etwas Bedenken, dass dann die hohen Tracks Probleme machen, aber hat alles tadellos Low-Level und auch normal formattiert…“

„In der Anleitung von Seagate zur ST506 sehen die relevanten Teile ziemlich ähnlich aus. Daher kann man davon ausgehen, dass diese Reparatur auch bei anderen ST506 Platten in ähnlicher Weise durchgeführt werden kann.“

Werkstatt Tipp – Kunststoffgehäusebrüche reparieren

  • Author/Ersteller: tokabln
  • Eingestellt von: tokabln

Aus-/Abbrüche an Kunststoffgehäusen reparieren (kleine Reparaturanleitung).

Wichtig: bitte bei der Arbeit mit Aceton für eine gute Belüftung des Arbeitsbereichs sorgen.

Um Kunststoffgehäuse bzw. abgebrochene/ausgebrochene Teile zu reparieren ist Aceton häufig eine gute Wahl. Aceton löst/weicht den Kunstoff der entsprechend benetzten Bruchflächen an und „verschweißt“ das Ganze ohne bleibende ausgetretene Kleberreste oder wie z.B. bei Cyanacrylat Kleber weißlichen Belag.

Vorher mal an einem Stückchen probieren. Teile dabei flach auf eine abwischbare Oberfläche legen (keine Kunststoffoberfläche) am besten Holz. Die zu verklebenden Teile an den Bruchkanten z.b. mit einem kleinen Tuschepinsel mit Aceton benetzen und zusammenschieben. Darauf achten, das möglichst kein Aceton unter die Teile läuft. Am Besten dann die Teile fixieren, damit das Aceton seine Arbeit tun kann und dabei ggf. auch von oben mit etwas Schwerem belasten. Später kann man bei Bedarf die eventuell auf der Ober- und Unterseite verbleibenden Risse leicht benetzen und den angeweichten Kunststoff mit einem Finger vorsichtig modellieren.

Anbei zwei Bilder die eine erfolgreiche Reparatur (vorher/nachher) zeigen.

Vorher:

Nachher:

CD Gehäuse repariert

Werkstatt Tipp – Kunststoff (Löcher schliessen) reparieren

Author/Ersteller: tokabln
Eingestellt von: tokabln

Unschöne Löcher in Kunststoffgehäusen schliessen (kleine Reparaturanleitung).

Wichtig: bitte bei der Arbeit mit Aceton für eine gute Belüftung des Arbeitsbereichs sorgen.

1.) Nimm ein altes defektes Gehäuse gleicher Farbgebung und stelle daraus Kunststoffspäne in genügender Menge her.
2.) Löse diese Kunststoffspäne in Aceton auf so das Du eine knetbare Masse erhälst.
3.) Diese Knetmasse dann in die Löcher (Ausbrüche) geben. Ggf. eine Metall- oder Holzfläche als Gegenlager fixieren, damit die Knetmasse nicht hinten wieder heraus fällt.

Mit Hilfe von kleinen Metallspateln lassen sich die Löcher füllen und man arbeitet sauber. Solche Spatel findet man bei den einschlägigen Elektronik Versendern, hier nur zwei Beispiele:
Pollin Spatelset #1: https://www.pollin.de/p/spatel-set-500846
Pollin Spatelset #2: https://www.pollin.de/p/modellier-set-500848

Das in der Knetmasse enthaltene Aceton löst den Gehäusekunststoff des zu reparierenden Gehäuses an und bildet im
Zuge des austrocknens eine feste formschlüssige Verbindung mit der Knetmasse.
Aceton wurde früher zur Nagellackentfernung verwendet, ist heute aber nicht mehr in den Nagellackentfernern drin. Man bekommt Aceton aber durchaus in kleinen Mengen in der Apotheke, grössere Menge im Baumarkt. Nicht wundern wenn die einen komisch ansehen wenn man eine Pipettenflasche mit einigen Millilitern haben möchte. Die Flasche und das Umfüllen in selbige ist teurer als das Aceton. Habe für eine Kleinmenge (ich glaube es waren 20ml) inklusive Flasche und Umfüllaktion knapp einen Euro bezahlt.

Tip zur Oberflächenstruktur
Mit Powerknete erstellt man im Vorfeld der obigen Restaurierungsarbeiten einen Abdruck der Obflächenstruktur des zu reparierenden Gehäuses. Wenn diese ausgehärtet ist, hat man einen prima Stukturstempel, denn man dazu nutzen kann, die Oberflächenstruktur der noch formbaren Acetonknetmasse an die des Gehäuses anzupassen.

Alles auf eigene Gefahr…